Adventsgedichte

auf dieser Seite
______________________


Adventssprüche
Kurze Advenstgedichte
Bekannte klassische

Rilke
Advent von Loriot

Bücher+Geschenk-Tipps
Gute Links



Ähnliche Themen
_______________________


Adventskalender mit Sprüchen+Gedanken online öffnen

Texte und Gedichte in Weihnachtsbaumform



Gedichte
_______________________


Besinnliche Gedichte
Weihnachtsgedichte kurz
Weihnachtsgedichte lustig



Sprüche
_______________________


Hoffnung
Leben
Liebe
zum Nachdenken




Besinnliche Gedichte und Sprüche für die Advents- und Weihnachtszeit für Kinder
und Erwachsene, sowie Bildersprüche, Texte und kurze Verse für Karten.


Adventszeit

Das Herz weihnachtlich aufgemacht,
Denn bald schon kommt die stille Nacht.
Ein bisschen Einkehr halten
Und ab und zu die Hände falten.
Adventszeit will uns lehren,
Ein bisschen mehr zu geben als zu nehmen.

(© Monika Minder)


Kerzenbild mit Spruch über Hoffnung

© Bild Monika Minder, darf für private Zweicke (Karten, Mails) gratis
verwendet werden.

Jede Hoffnung ist ein Licht auf Zeit,
Jedes Licht eine Hoffnung für die Ewigkeit.

(© Monika Minder)



Weitere Adventsgedichte
_____________________________________________


Ein Licht


Ein Licht, es wartet vor der Tür,
Die rechte Zeit ist jetzt und hier.
Kein Schein und keine Sachen
Lassen unsern Sinn erwachen.
Weg mit neidischen Gedanken,
Besser eigene Wege gehen und Danken.

(© Monika Minder)




Eine Kerze anzünden

Ich nehm ein Steichholz mir
und zünd' die Kerze auf dem Tisch.
Ein kleines Licht scheint dann zu dir
und sagt: ich denk an dich.

Komm, nimm ein Streichholz dir
und zünd die nächste an.
Ein kleines Licht kommt dann zu mir
und sagt: du denkst an mich.

Wir nehmen uns ein Streichholz nun
und zünden alle Kerzen an.
Viele Lichter funkeln nun
und sagen: wir denken daran.

(© Monika Minder)




Ein Zauber lächelt aus der Ferne

Weiss sind die Dächer und die Zweige,
Das alte Jahr geht bald zur Neige.
Ein Zauber lächelt aus der Ferne
Und glänzen tun die ersten Sterne.
Ein helles Licht, das ewig brennt,
schickt uns den seligen Advent.

(© Monika Minder)


Kerzenbild mit Zitat

© Bild Monika Minder, darf für private Zwecke (Karten, Mails) gratis
verwendet werden.

Freude ist keine Gabe des Geistes,
sie ist eine Gabe des Herzens.

(Ludwig Börne)



Weitere Adventsgedichte
_______________________________________________


Bratapfel


Die drei schönsten von der Hürde
Nimm, so hebt das Braten an,
Apfelbraten nach der Würde:
Kaiser, König, Edelmann.

Steck die gelben in die Röhre,
Gib dem Ofen den zur Hut -
Wenn ich Windessausen höre,
Schmeckt November noch so gut.

Jetzt gewartet. Underdessen
Magst du in die Wolken sehn;
Freilich sollst du nicht vergessen,
Ein- und zweimal umzudrehn.

Bräunt das Goldne, schmilzt das Weiße?
Und was funkelt rot mich an?
Welcher ists, der Kaiser heiße,
König wer und Edelmann?

Nur ein Weilchen noch, ihr lieben
Fleißigen ... da habt ihr scheints
Beide Tafeln schön beschrieben,
Zweimalzwei und Einmaleins.

Hier am Westchen hundert Maschen
Ernsthaft rechts und links gestrickt.
Wohl ... doch jetzt beiseit die Taschen,
Her zum Ofen, hingeblickt!

Seht ihrs nicht mit Mund und Händen?
Duftets nicht in Aug und Ohr?
Wie, daß wir den Zauber fänden
Heimlich hier im Zauberrohr?

Wie, daß man im Zubereiten
Eine Winterabendwelt,
Alle Tag- und Jahreszeiten
Unversehns in Händen hält.

Heißer Saft will niederträufeln,
Und wer soll nun Kaiser sein?
Auch noch Zucker willst du häufeln?
Nimm den Apfel, er ist dein!

(Albrecht Goes 1908-2000, deutscher Schriftsteller)

Aus: ders., Gedichte © S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main 2008.

Dieses Gedicht ist hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des
S. Fischer Verlages und Frau Rose Kessler (Tochter von Hr. Goes).




Advent, Advent, die Lichtlein brennen

Durch die blaue Nacht die Sternlein blinken,
Und dort am Fenster Kinder fröhlich winken.
Advent, Advent, die Lichtlein brennen,
Immer eines mehr, das wir zum Leuchten bringen.

(© Monika Minder)




Adventszeit

Die Strassen glimmen auf:
tausend Lichter gehn umher,
Es glitzert und glänzt,
wie wenn Weihnachten wär.

Düfte streicheln mich voll sanfter Güte,
Hoch oben leuchten Glitzersterne;
Auch der Himmel formt mein Gemüte
Und die Sehnsucht nach der Ferne.

Umhersehend stehe ich am Strassenrand
Und höre das emsige Schreiten
Der Menschen, die durch die Strassen gleiten;
Kinder an der Hand,
die am liebsten ihre Nasen an den Schaufenstern
platt drücken;
Menschen, die vorbeihuschen wie Gespenster
und sich verdrücken.
Lieder mit langen Strophen.
Viel Kram!
Adventlicher Charme!

(© Monika Minder)




Schneeflocken tanzen

Schneeflocken tanzen leis in dieser Nacht,
die ersten Adventslichter sind entfacht.
Es beginnt die Zeit der Besinnlichkeit,
inmitten des Trubels und der Herrlichkeit.
Manch einer glaubt den Weg zu spüren,
der Sog des Angebots wird ihn verführen.
In all den staunenden Kindergesichtern,
können wir einen Hauch von dem was kommt erblicken.

(© Monika Minder)




Gemalte Fensterscheiben

Gemalte Fensterscheiben
Lieder aus einer Kapelle
Märktliches Treiben
Die Kerzen so helle.
Nicht einsam die Nacht
Süsser Kuchenduft
Ein Kind durchs Fenster lacht
Weihnachten liegt in der Luft.

(© Monika Minder)




Ein Traum

Eines Nachts, ich träumte so vor mich hin
von grünen Tannen mit hellen Lichtern drin.
Mit roten Ohren sass ich auf Mutters Schoss
und flehte: "lass mich bloss nicht los!"

Ich wollte warten bis es Morgen ist,
doch da ein Engel mit weissem Gesicht.
O Herz, das muss ein Zeichen sein
Schau, wie der Weihnachtsbaum sich neigt!

O Welt, da bist du wieder
Komm sing mit mir die schönen Lieder! -
Da wacht ich auf aus meinem Traum
und suchte vergebens nach dem bunten Weihnachtsbaum.

Müde schon im Morgenschein
schlief ich nach dem Traume wieder ein.
Auf den Lippen noch ein zärtlich Lächeln
Mutter sagte: "bald ist Weihnachten
und dein Traum wird immer echter."

(© Monika Minder)




Dunkel ist die Zeit geworden

Dunkel ist die Zeit geworden,
Wind fegt eisig durch das Tal.
Die längsten Nächte fordern
Herzen aus der Qual.

Die ersten Lichter funkeln,
Hoffnung ist bereit.
Vielleicht ist für einmal nicht nur Gefunkel
Das Wichtigste in dieser Zeit.

(© Monika Minder)


Kerzenbild mit Zitat

© Bild Monika Minder, darf für private Zwecke (Karten, Mails) gratis
verwendet werden.

Denn nichts ist schwerer und nichts fordert mehr Charakter
als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden
und laut zu sagen: Nein!

(Kurt Tucholsky)



> nach oben



Adventsgedichte kurz
_____________________________________________


Ein Hoffen


Jetzt kommt in leisem Wogen
Ein Hoffen hingezogen,
Ein Glauben und ein sanfter Trost,
Und auf den Tannen der erste Frost.

(© Monika Minder)




Geborgen

Sorgen, nein Sorge dich nicht.
Bis heute warst du getragen,
Im Hellen und im Dunklen geborgen.
In diesen Händen kannst du auch deinen Morgen wagen.

(© Monika Minder)




Advent wir sind bereit

Advent, Advent, wir sind bereit,
die Tannen sind schon leicht verschneit.
Adventskranz und Kalender sind gebastelt.
Stollen, Plätzchen und Kuchen gebacken.
Die Kerzen glänzen, kommt ganz schnell!
Der Himmel ist jetzt immer hell.

(© Monika Minder)




Dein Licht

Du sagst mir, wer du bist,
Wir stellen uns gegenseitig vor.
Ich habe Interesse an deinem Licht.
Das ist die Brücke, das ist das Tor.

(© Monika Minder)




Der längsten Nächte Zeit

Der längsten Nächte Zeit ist angebrochen.
Wir denken an die Welt und ihre Sachen.
Als Teil von diesem Spiel
Ist Glauben, Hoffen, Lieben auch ein Ziel.

(© Monika Minder)




Lange Nächte

Lange Nächte
Am Himmel eine Helle.
Was brächte eine Milde
In geläutertem Gefilde?

(© Monika Minder)


Kerzenbild mit Zitat

© Bild Monika Minder, kann für private Zwecke (Karten, Mails) gratis
verwendet werden.

Die Liebe lebt von liebenswürdigen Kleinigkeiten.

(Theodor Fontane)



Hoffnungsvolle Zeiten

Hoffnungsvolle Zeiten
Die Welt im weichen Klang
Unsere Seelen gleiten
Leise nimmt ein Kind dich an der Hand.

(© Monika Minder)




Manche Tanne träumt

Manche Tanne träumt wie balde
Ein neues Kleid sie tragen wird.
Und weisse Wege durch die Walde
Seine Schneisen zieht.
Es leuchtet fern und hell aus einem Land
Und manch Kind geht fröhlich an einer lieben Hand.

(© Monika Minder)




Beschämend

Es will sich uns etwas Bescheren
In einer Zeit, wo kaum wir noch entbehren.
Im Überfluss ein Mehren
Verstocktes und Bequemes.
Ach Mensch, wie bist du nur beschämend!

(© Monika Minder)







Adventssprüche und Zitate
___________________________________________________


In dieser Nacht


In dieser Nacht liefen die Rosen der Erde davon
und fingen das Blühen an, im Schnee.

(Dorothe Sölle 1929-2003, deutsche Theologin)




Im Werden

Im Werden uns begreifen, im Begreifen werden.
Ohne Liebe geht das nicht.

(© Monika Minder)




Es ist ein Gott

Es ist ein Gott!
O hört Jehovas Stimme!
Das Sternenheer bezeuget seine Spur.

(Anna-Maria Lasinsky 1782-1839, deutsche Dichterin)




Irgendwo

Irgendwo muss es doch Lichter geben,
wenn nicht in unseren Herzen, wo dann?

(© Monika Minder)




Sei echt und sei nicht Schein

Sei echt und sei nicht Schein
Lass uns fröhlich dieser Tage sein.
Fröhlich nur durch das, dass wir sind,
Dass wir des Lebens Leuchte sind.

(© Monika Minder)




Stille Nacht

Stille Nacht lässt wunderbar
Alle Sterne sehen.
Leuchtender als die Zeit je war,
Will Liebe jetzt entstehen.

(© Monika Minder)





Bekannte, klassische und traditionelle Adventsgedichte
___________________________________________________


Es treibt der Wind im Winterwalde


Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt
und manche Tanne ahnt wie balde
sie fromm und lichterheilig wird;
und lauscht hinaus. Den weissen Wegen
streckt sie die Zweige hin - bereit
und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der Herrlichkeit.

(Rainer Maria Rilke 1875-1926, deutsch-österr. Dichter)




Der Abend kommt

Der Abend kommt von weit gegangen
durch den verschneiten, leisen Tann.
Dann presst er seine Winterwangen
an alle Fenster lauschend an.

Und stille wird ein jedes Haus;
die Alten in den Sesseln sinnen,
die Mütter sind wie Königinnen,
die Kinder wollen nicht beginnen
mit ihrem Spiel. Die Mägde spinnen
nicht mehr. Der Abend horcht nach innen,
und innen horchen sie hinaus.

(Rainer Maria Rilke 1875-1926, deutsch-österr. Dichter)




Es gibt so wunderweisse Nächte

Es gibt so wunderweisse Nächte,
drin alle Dinge Silber sind.
Da schimmert mancher Stern so lind,
als ob er fromme Hirten brächte
zu einem neuen Jesuskind.

Weit wie mit dichtem Demantstaube
bestreut, erscheinen Flur und Flut,
und in die Herzen, traumgemut,
steigt ein kapellenloser Glaube,
der leise seine Wunder tut.

(Rainer Maria Rilke 1875-1926, deutsch-österr. Dichter)




Der Abend kommt

Der Abend kommt von weit gegangen
durch den verschneiten, leisen Tann.
Dann presst er seine Winterwangen
an alle Fenster lauschend an.

Und stille wird ein jedes Haus;
die Alten in den Sesseln sinnen,
die Mütter sind wie Königinnen,
die Kinder wollen nicht beginnen
mit ihrem Spiel. Die Mägde spinnen
nicht mehr. Der Abend horcht nach innen,
und innen horchen sie hinaus.

(Rainer Maria Rilke 1875-1926, deutsch-österr. Dichter)




Die hohen Tannen atmen

Die hohen Tannen atmen heiser
im Winterschnee, und bauschiger
schmiegt sich sein Glanz um alle Reiser.
Die weissen Wege werden leiser,
die trauten Stuben lauschiger.

Da singt die Uhr, die Kinder zittern:
im grünen Ofen kracht ein Scheit
und stürzt in lichten Lohgewittern, -
und draussen wächst im Flockenflittern
der weisse Tag zu Ewigkeit.

(Rainer Maria Rilke 1875-1926, deutsch-österr. Dichter)




Wie leide ich vor Sehnsucht

Wie leide ich vor Sehnsucht!
Wäre es doch Weihnachten!

(Hans Christian Andersen 1805-1875, dänischer Schriftsteller)




Verse im Advent

Noch ist Herbst nicht ganz entflohn,
Aber als Knecht Ruprecht schon
Kommt der Winter hergeschritten,
Und alsbald aus Schnees Mitten
Klingt des Schlittenglöckleins Ton.

Und was jüngst noch, fern und nah,
Bunt auf uns herniedersah,
Weiss sind Türme, Dächer, Zweige,
Und das Jahr geht auf die Neige,
Und das schönste Fest ist da.

Tag du der Geburt des Herrn,
Heute bist du uns noch fern,
Aber Tannen, Engel, Fahnen
Lassen uns den Tag schon ahnen,
Und wir sehen schon den Stern.

(Theodor Fontane 1819-1898, deutscher Schriftsteller)




Immer ein Lichtlein mehr

Immer ein Lichtlein mehr
Im Kranz, den wir gewunden,
Dass er leuchtet uns so sehr
Durch die dunklen Stunden.

Zwei und drei und dann vier!
Rund um den Kranz welch ein Schimmer,
Und so leuchten auch wir,
Und so leuchtet das Zimmer.

Und so leuchtet die Welt
Langsam der Weihnacht entgegen,
Und der in Händen sie hält,
Weiss um den Segen!

(Matthias Claudius 1740-1815, deutscher Dichter)




Weihnachtsgeschenk

Mein süsses Liebchen! Hier in Schachtelwänden
Gar mannigfaltig geformte Süssigkeiten.
Die Früchte sind es heilger Weihnachtszeiten,
Gebackne nur, den Kindern auszuspenden!

(Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832, deutscher Dichter)




Winternacht

Vor Kälte ist die Luft erstarrt,
Es kracht der Schnee von meinen Tritten,
Es dampft mein Hauch, es klirrt mein Bart;
Nur fort, nur immer fortgeschritten!

Wie feierlich die Gegend schweigt!
Der Mond bescheint bescheint die alten Fichten,
Die, sehnsuchtsvoll zum Tod geneigt
Den Zweig zurück zur Erde richten.

Frost! friere mir ins Herz hinein,
Tief in das heißbewegte, wilde!
Daß einmal Ruh mag drinnen sein,
wie hier im nächtlichen Gefilde!

(Nikolaus Lenau 1802-1926, österr. Schriftsteller)




Am ersten Sonntag des Advents

Liebster Jesu, sey willkommen,
Du verlangtes Heil der Frommen,
Hochgewünschter Gast der Erd!
Du kamst in diß Elendleben,
Uns ein bässers dort zu geben,
Suchtest die verlohrne Heerd.
Nochmals, Jesu, sey willkommen,
Der du kommst zu unsrem Frommen.

Sey willkommen, Arzt der Sünder,
Schlangentretter, Noht-entbinder!
Eva sah den Mann, den Herrn,
Itzt aus ihrer Tochter zweigen;
Nun mag alle Fehde schweigen,
Weil uns grüst der Friedenstern.
Jesu, ja, sey uns willkommen,
Der du uns dem Tod genommen.

Frieden bringest du der Erden.
Daß wir Gottes Kinder werden,
Wurdest du ein Menschenkind.
Meine Seel nennt dich ihr Manna,
Singt dir manches Hosianna,
Ist in deiner Lieb entzündt.
Sey mir noch einmal willkommen,
Jesu, Herzog aller Frommen.

Sey willkommen, Seelen-König,
Unsrer Herzen Zucker-hönig!
Einen Waisel nenn ich dich,
Dem folgt manches tausend Bienen,
Alle färtig, ihm zudienen.
Dir zu dienen komm auch ich:
Ich will, bring ich keine Palmen,
Ehren dich mit Lobespsalmen.

Du kommst ohne Stachel, gütig,
Du kommst freundlich und sanftmütig:
Solten wir nit frölich seyn?
Jesu, komm, nimm eine Stelle,
Hier ist meine Hertzenszelle:
Komme ja und sitz darein.
Weicht, ihr Höllenhummeln, fliehet!
Weichet! Jesus hier einziehet.

(Sigmund von Birken 1626-1681, deutscher Schriftsteller)




Weihnacht

Wenn in des Jahres Lauf, dem allzeit gleichen,
auf leisen Schwingen sich die Christnacht naht,
wenn Erd' und Himmel sich die Hände reichen,
dann schau'n wir dich, du größte Liebestat.

Du Heiland Jesus, kamst aus lichten Höhen,
wie unser Bruder tratst Du bei uns ein,
wir haben deine Herrlichkeit gesehen,
und deinen Wandel, fleckenlos und rein.

Verlorne Kinder knien an deiner Krippe,
von jener ersten Weihnacht an bis heut,
es klingt von armer Sünder Herz und Lippe
ein jubelnd "Halleluja!" weit und breit.

Tritt ein, du Spender aller Seligkeiten
in unser Herz und Haus, in Volk und Land,
hilf, dass wir glaubend Dir den Weg bereiten,
und mit Dir wandern liebend Hand in Hand.

Gib, dass wir hoffend in die Ferne blicken,
auf Dich allein, dem wir zu eigen ganz:
kein irdisch Ding soll uns das Ziel verrücken,
bis wir Dich schaun in deines Reiches Glanz.

(Hans Brüggemann 1480-1540, deutscher Bildhauer)




Im Winter

Die Tage sind so dunkel,
Die Nächte lang und kalt;
Doch übet Sternenfunkel
Noch über uns Gewalt.

Und sehen wir es scheinen
Aus weiter, weiter Fern',
So denken wir, die Seinen,
Der Zukunft unsres Herrn.

Er war einmal erschienen
In ferner sel'ger Zeit,
Da waren, ihm zu dienen,
Die Weisen gleich bereit.

Der Lenz ist fortgezogen,
Der Sommer ist entflohn:
Doch fließen warme Wogen,
Doch klingt ein Liebeston.

Es rinnt aus Jesu Herzen,
Es spricht aus Jesu Mund,
Ein Quell der Lust und Schmerzen,
Wie damals, noch zur Stund'.

Wir wollen nach dir blicken,
O Licht, das ewig brennt,
Wir wollen uns beschicken
Zum seligen Advent!

(Max von Schenkendorf 1783-1817, deutscher Schriftsteller)




Advent von Loriot

Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken,
Schneeflöcklein leis herniedersinken.
Auf Edeltännleins grünem Wipfel
häuft sich ein kleiner weißer Zipfel.
Und dort, von ferne her durchbricht
den dunklen Tann ein helles Licht.

Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer
die Försterin im Herrenzimmer.
In dieser wunderschönen Nacht
hat sie den Förster umgebracht.
Er war ihr bei des Heimes Pflege
seit langer Zeit schon sehr im Wege.
So kam sie mit sich überein
Am Niklasabend muss es sein.

Und als das Häslein ging zur Ruh,
das Rehlein tat die Augen zu,
erlegte sie direkt von vorn
den Gatten über Kimm und Korn.
Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase
zwei- drei- viermal die Schnuppernase
und ruhet weiter süß im Dunkeln,
derweil die Sterne traulich funkeln.

Und in der Guten Stube drinnen,
da läuft des Försters Blut von hinnen.

Nun muß die Försterin sich eilen
den Gatten sauber zu zerteilen.
Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen
nach Weidmanns Sitte aufgebrochen.
Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied,
was der Gemahl bisher vermied.
Behält ein Teil Filet zurück
als festtägliches Bratenstück.
Und packt sodann, es geht auf Vier -
die Reste in Geschenkpapier.

Von Ferne tönt´s wie Silberschellen,
im Dorfe hört man Hunde bellen.
Wer ist's, der in so tiefer Nacht
so spät noch seine Runde macht?
Knecht Ruprecht kommt auf goldnem Schlitten
mit einem Hirsch herangeritten.
Sagt, gute Frau, habt Ihr noch Sachen,
die armen Menschen Freude machen?

Die sechs Pakete, heil'ger Mann,
s' ist alles, was ich geben kann.
Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise,
die Silberschellen klingen leise,
im Försterhaus die Kerze brennt,
die Glocke klingt, es ist Advent.

(Loriot, Vicco von Bülow, 1923-2011, deutscher Humorist)


Mehr Adventsgedichte auf folgenden Seiten:
Weihnachtsgedichte
Weihnachtssprüche


Das könnte Sie auch interessieren:
Wie man das Christkind beherbergen soll




Bücher- und Geschenk-Tipps
___________________________________________________



24-mal die Zeit anhalten -
Adventskalender zum Besinnen und Geniessen







Adventskalender aus Papier, Filz & Holz






Eine geheimnisvolle Adventsgeschichte





Winter-Weihnachtsbuch -
Mitmach-Spass für die Adventszeit







Gute Link-Tipps
___________________________________________________



Adventsgedichte
Besinnliche Gedichte rund um die Advents-, Weihnachts-
und Neujahrszeit.

Advent teilen
Verstehen, teilen, feiern, täglich.

Adventsgedichte für Kinder
Schöne und lustige Verse für grosse und kleine Kinder.

Weisheiten Zitate Weihnachten
Tiefgründige Lebensweisheiten und Sprüche zum Nachdenken.

Weihnachtliche Liebesgedichte
Schöne Gedichte der Liebe.





Weitere Adventsgedichte und Sprüche
___________________________________________________



Adventsgedichte kurze Weihnachtsgedichte
Weihnachtssprüche Weihnachtswünsche
Weihnachtsgrüsse geschäftlich Weihnachtzitate
Weihnachtsgeschichten Nikolausgedichte Liebe
Silvestergedichte Silvestersprüche Sprüche
Neujahrsgedichte Neujahrssprüche Leben
Neujahrswünsche Wintergedichte
Lustige Weihnachtsgedichte
Sprüche Hoffnung
zum Nachdenken




nach oben