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Sie erhalten hier schöne Gedichte für Silvester und Neujahr. Kurze, neue oder altbekannte Sprüche für Neujahrsgrüsse und Wünsche.

Entstauben

Den Goldflimmer
aus den Gedanken schütteln,
vom plüschigen Samt
die Seele befreien -
jetzt die Ahnung des Schnees einatmen,
der Eiskristallglitzern in die Augen weht,
in seiner unverbrauchten Kühle
das Herz weit werden lassen,
die Lungen mit Neuem füllen.

(© Annette Gonserowski)

Gedicht hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Annette Gonserowski.

Zerbrechlich

Es tropfen die Minuten
von den Stunden
in die Sekunden.
Zerbrechlich
endet das Jahr.

(© Monika Minder)


Physalis mit Schneehäubchen

© Bild Monika Minder, darf für private Zwecke (Karten, Mails) gratis verwendet werden. > Nutzung

Bild-Text

Jeder Buchstabe ist ein Kuss zum Dank.

(© Monika Minder)

Silvester

ICH blicke rückwärts: und das alte Leid
schaut mich aus brennend heissen Augen an.
Ist es denn wahr, dass ich die ganze Zeit
versunken lag in dieser Schmerzen Bann?

Ich blicke vorwärts: aus der Dunkelheit
ein lauernd' Heer von neuen Qualen droht;
und wie ein Kind, das nach der Mutter schreit,
so schreit mein Herz in seiner tiefen Not.

(Felix Hübel 1874-1922, deutscher Verleger)

Es war einmal

Es war einmal
ein Jahr vergangen
Vergängliches Jahr
leidet
an Vergänglichkeit
heisst:
kommt nicht
wieder.

(© M. B. Hermann)


Winterbild mit Silvestergedicht

© Bild Monika Minder, darf für private Zwecke (Karten, Mails) gratis verwendet werden.

Bild-Text

Das Leben wartet darauf,
dass wir lernen zu lieben,
auch im Gehenlassen.

(© Monika Minder)

Der Zeiger der letzten Stunde

Es geht der Zeiger in seine letzte Stunde
dem schnellen Tod entgegen.
Versäumtes blutet aus jeder Wunde
reumütig sich dem Schmerz ergebend.
Doch, was weinst du in die Ewigkeit?
Richte deinen Zeiger einfach zur rechten Zeit.

(© Monika Minder)

Am Ende des letzten Tages im Jahr

Am Ende des letzten Tages im Jahr,
rast, nach aufgeblühten Stunden,
alles dem Zeiger zwischen
Depression und Himmelhochjauchzend nach.
Feuerwerk, um sich diese andächtige
Zeit gebührend einfleischen zu können,
scheint nicht nur Verschwendung,
sondern grenzt geradezu an eine
massenhysterische Lärmberlästigung,
die es kaum mehr zulässt
ein Schokoladenmousse
anständig zu verdauen.

(© Jo M. Wysser)

Wünschen

Wünschen sollte man jetzt,
weil Silvester ist.
Glück und Gesundheit
und solche Sachen,
wo wir doch wissen,
dass Glück nur wer tüchtig
und überhaupt flüchtig ist
und Gesundheit faul und
undankbar macht.
Alles so eine Sache,
die die Welt nicht
im Innersten zusammenhält,
weil was zählt
hat anderen Charakter,
aber das würde sich
nicht so gut machen.

(© Monika Minder)

Ins Vorwärts verliebt

Ins Vorwärts verliebt
wollte ich keine Zeit verlieren
doch vor lauter Studieren
hat's sichs ausgeliebt.
Zurück blieb
ich dachte,
ohne lebt's sich besser,
ein Gestern
leer und trüb.

(© Jo M. Wysser)

Das Jahr klingt aus

Der Himmel öffnet festlich weit
die schönste aller Zeit.
Lichterketten zaubern Konturen in die Nacht
Und glänzende Figuren in bunter Pracht.
Nun klingt vor unserm stillen Haus
Das alte Jahr unwiederbringlich aus.

(© Monika Minder)

Ewiges Ende

Du kehrst immer wieder,
du ewiges Ende, du Gewordenes.
Schiebst Tage nur so vor dich hin.
Wo Grün aus der Mode ist,
Sterne morden,
der Welt das Licht
aufgezwungen werden muss,
bis im kahlsten Baum
ein Blatt sich bricht.
Du ewiges Ende, du Gestorbenes.

(© M. B. Hermann)

Trunken von alter Last

Trunken von alter Last
Taumeln wir dem Neuen zu.
Das Jahr zerrte hin und her
Und liess uns wenig Ruh.

Wenn der letzte Tag vergeht,
Erhält das Gestern seine Zeit,
Seine Kraft und seinen Schmerz.

(© Monika Minder)

Erkennen wir

Erkennen wir
die zerbrechlichen
fast schon durchsichtigen Tage,
wir, die wir meinen
alles zu wissen,
auch wenn wir nicht
danach handeln.

Tage, die in ihrer Zebrechlichkeit
laut denken, weil sie
an unsere Sensibilität
appellieren möchten,
wo wir doch schon
auf dem Weg sind
blind und taub
zugrunde zu gehen.

(© M. B. Hermann)

Die Stunden flieh'n

Die Stunden flieh'n, die Hoffnung ist zerronnen,
Und sternenlos bleibt die durchstürmte Nacht,
Ja, Himmel, nimm sie wieder, deine Wonnen,
Die arme Welt ist nicht für sie gemacht!

Und wird kein Stern mehr süssen Stunden scheinen,
So reich, so selig, heil'ger Andacht voll,
So lass mich sanft um das Verschwund'ne weinen,
Ein süsses Glück will süsser Tränen Zoll.

(Helmina von Chézy 1783-1856, deutsche Dichterin, Journalistin)

Wortloses Glück

Sie zogen singend in den Wald hinein,
Ein langer Zug von frohen, jungen Menschen.
Wir aber schritten schweigend hinterdrein
Und fürchteten der eig'nen Stimme Klang,
Als möchte sie der Stunde Andacht stören,
Als ob für Alles, was nach Ausdruck rang
In unsrer Brust, das Wort sich doch nicht fände.
So schwiegen wir und schauten uns nur an
Mit tiefem Blick und drückten uns die Hände.

(Anna Ritter 1865-1921, deutsche Dichterin, Schriftstellerin)

Die alten Zeiten

Die alten Zeiten
Wir träumen oft davon.
Erlebtes will sich häuten,
Neues wartet schon.

(© Monika Minder)

Das Jahr läuft ab

Das Jahr läuft ab
Es rieselt in sein Grab
Haltend geht der Blick zurück
Es war so gross, so voller Glück.

Das Jahr läuft ab
Lebendige Zeit zerrinnt
Steht still -
Von Neuem alles beginnt.

(© Monika Minder)

Ein Leuchten

Ein Leuchten mitten in der Nacht
Mir ist als ob das neue Jahr erwacht,
weil du mit deinem Blick
mir mitten ins Herz lachst.

(© Monika Minder)

> mehr Silvestersprüche

Es verrinnt der Tage Zeit

Es verrinnt der Tage Zeit
Über Nacht macht sich
ein neues Jahr bereit.
Lass nutzen uns noch
dieses Stündchen
Was kann es Schöneres geben
als im Herzen ein Wünschchen.

(© Monika Minder)

Greises Jahr

Ich seh dich an
du greises Jahr
und denk daran,
wie schwer du warst.

Bittere Minuten noch bis wir uns scheiden
bis wir vertauschen unser Angesicht.
Du gehst mit leisem Leiden
in ein neues grosses Licht.

Ich lass dich los
du greises Jahr
und vertrau auf das,
was kommen muss
und kommen mag.

(© Monika Minder)

Still und wunderklar

Still und wunderklar
bleibt die Zeit jetzt stehen.
Schöner als es jemals war
wird der Morgen auferstehen.

Spielst Erinnerungen ein
die du wieder gefunden.
Nachts bleibst du allein
liebst verflossne Stunden.

Still und wunderklar
bleibt die Zeit jetzt stehen.
Nichts ist wie es war -
Leben braucht verstehen.

(© Monika Minder)




GEDANKEN
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ZEIT DES SCHEIDENS


Wenn das Jahr die schönsten Tage sendet,
die Süsse der noch wärmenden Sonne beflügelt,
die Milde und das Weiche in die Augen zieht,
die sehnsüchtigen Abende verwirren,
und Wehmut sich ins Herz schleicht,
dann kommt die Zeit des Scheidens.

Es muss doch alles fallen und verwelken,
eingehen, zurückkehren zum Eigentlichen,
um aus dieser Kraft zu schöpfen,
um aus der Anerkennung des Lebens
neue Bausteine zu formen.

Denn nichts ist doch wirklich vergehen,
kein spurloses Verschwinden.
Zeigt uns nicht jeder Frühling,
dass der Tod kein Aufhören allen Seins ist?

(© Monika Minder)




VORSATZ

Mir täglich vornehmen
jemandem etwas Liebes zu tun,
mir etwas auszudenken,
um jemanden zu beschenken.
Vielleicht mit einer Blume, mit etwas Zeit,
mit einem lieben Wort, einem Zuhören...
Einfach so!

(© Monika Minder)


> mehr Gedanken und Texte zum 31. Dezember

Bekannte, klassische und traditionelle Silvestergedichte

Silvester-Abend

Er stand mit andern um die Feier-Tafel,
Der Glühwein dampfte, rings Geschwafel - -
Da schlägt die grosse Glocke in die Nacht
Zwölf ungeheure Töne:
Das neue Jahr ist aufgewacht!
Geschrei bricht los, Kanonenschlag-Gedröhne.
Allstimmig, über angestossnen Gläsern Punsch,
Braust im Saal der Wunsch:
Viel Glück in neuen Jahr!

Da steht, vom Kronenlichte abgewandt,
Der Eine an dem offnen Fenster, -
Das volle Glas in schwerer Hand -
Er sieht die Lärmer draussen tanzen wie Gespenster -
Da spricht er lächelnd, mild,
Wie jemand, der sich Glück erwählt:
Ich wünsche mir, dass mich dein wehes Bild,
Verlorene Geliebte,
Im neuen Jahre weiter quält -

(Gerrit Engelke 1890-1918, deutscher Arbeiterdichter)

Jahresende

Du greises Jahr: Du eilst, dem Ziele zu
Rascher und rascher, sehnst dich nach der Ruh
In einem tiefen grenzenlosen Tod.
Doch sieh: Ich eile schneller, nach dem Rot
Des neuen Morgens gierig, dir voraus.
O komm! Hinübergeh! Lösch aus, lösch aus!
Gezeichnetes, Beladenes, befleckt
Mit grosser Müdigkeit, mit Schmerz bedeckt -
Vergeh - ich werde! Stirb - und ich vermag
Aufzuerstehn: O neuer, reinster Tag!

(Marie-Luise Weissmann 1899-1929, deutsche Lyrikerin)

Und wieder hier draussen ein neues Jahr

Und wieder hier draussen ein neues Jahr,
Was werden die Tage bringen?
Wirds werden, wie es immer war,
halb scheitern, halb gelingen?

Wirds fördern das, worauf ich gebaut,
oder vollends es verderben?
Gleichviel, was es im Kessel braut,
Nur wünsch' ich nicht zu sterben.

Ich möchte noch wieder im Vaterland
die Gläser klingen lassen
und wieder noch des Freundes Hand
im Einverständnis fassen.

Ich möchte noch wirken und schaffen und tun
und atmen eine Weile,
denn um im Grabe auszuruhn,
hat's nimmer Not und Eile.

Ich möchte leben, bis all dies Glühn
rücklässt einen leuchtenden Funken
und nicht vergeht wie die Flamm im Kamin,
die eben zu Asche gesunken.

(Theodor Fontane 1819-1898, deutscher Schriftsteller)

Man nehme

Man nehme 12 Monate,
putze sie ganz sauber von Bitterkeit,
Geiz, Pedanterie und Angst,
und zerlege jeden Monat in 30 oder 31 Teile,
so dass der Vorrat genau für ein Jahr reicht.
Es wird ein jeder Tag einzeln angerichtet
aus einem Teil Arbeit
und zwei Teilen Frohsinn und Humor.
Man füge drei gehäufte Esslöffel Optimismus hinzu,
einen Teelöffel Toleranz,
ein Körnchen Ironie und eine Prise Takt.
Dann wird das Ganze
sehr reichlich mit Liebe übergossen.
Das fertige Gericht schmücke man
mit einem Sträusschen kleiner Aufmerksamkeiten
und serviere es täglich mit Heiterkeit!

(Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832, deutscher Dichter)

Silvesternacht

Und nun, wenn alle Uhren schlagen,
So haben wir uns was zu sagen,
Was feierlich und hoffnungsvoll
Die ernste Stunde weihen soll.

Zuerst ein Prosit in der Runde!
Ein helles, und aus frohem Munde!
Ward nicht erreicht ein jedes Ziel,
Wir leben doch, und das ist viel.

Noch einen Blick dem alten Jahre,
Dann legt es auf die Totenbahre!
Ein neues grünt im vollen Saft!
Ihm gelte unsre ganze Kraft!

Wir fragen nicht: Was wird es bringen?
Viel lieber wollen wir es zwingen,
Daß es mit uns nach vorne treibt,
Nicht rückwärts geht, nicht stehen bleibt.

Nicht schwächlich, was sie bringt, zu tragen,
Die Zeit zu lenken, laßt uns wagen!
Dann hat es weiter nicht Gefahr.
In diesem Sinne: Prost Neujahr!

(Ludwig Thoma 1867-1921, deutscher Schriftsteller)

Silvesternacht

Die letzte Nacht im alten Jahr
Steigt auf so licht und sternenklar.
Ihr Sterne, wenn ihr niedergeht,
Die neue Zeit am Himmel steht.

Ihr wandert droben heiter fort
Und findet den bestimmten Ort.
Hier unten lebt sich’s sehnsuchtsvoll;
Wir wissen nicht, was werden soll.

Ihr tragt mit unverwandtem Sinn
Den Glanz durch Ewigkeiten hin.
Wir tun mit bangem Angesicht
Viel schneller aus das kurze Licht.

Ihr hört nicht auf den Stundenschlag;
Wir haben einen kurzen Tag,
Und was wir glauben, was wir tun,
Wird bald mit uns im Grabe ruhn.

Drum, Sterne, webt aus Silberglanz
Mir um die Stirn den Freudenkranz,
Dass ich mit heiterm Geist und frei
Der Gast des neuen Jahres sei.

(Paul Haller 1882-1920, schweizer Schriftsteller)

Dass bald das neue Jahr beginnt

Dass bald das neue Jahr beginnt,
spür ich nicht im geringsten.
Ich merke nur: Die Zeit verrinnt
genauso wie zu Pfingsten.

Die Zeit verrinnt. Die Spinne spinnt
in heimlichen Geweben.
Wenn heute nacht ein Jahr beginnt,
beginnt ein neues Leben.

(Joachim Ringelnatz 1883-1934, deutscher Schriftsteller)


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