Klassische Weihnachtsgedichte

auf dieser Seite
______________________


Gedichte Liebe

Geschenk+Bücher-Tipps
Gute Links



Ähnliche Themen
________________________


Adventskalender mit Sprüchen + Gedanken online öffnen

Gedichte und Texte in Weihnachtsbaumform

Moderne Weihnachtsgedichte



Sprüche
_______________________


Hoffnung
Leben
Liebe
Zeit
zum Nachdenken


Besinnliche Weihnachts-Gedichte von klassischen und bekannten Autoren, sowie Bildersprüche mit weisen Zitaten.

Zur heiligen Weihnacht

Es strebte aus der Nacht des Lebens
Die Menschheit stets nach Glück und Licht,
Doch suchte sie den Weg vergebens
Jahrtausende und fand ihn nicht.

Da liess den Friedensgruss erschallen
Durch Engelsmund das Christuskind,
Es bot den wahren Frieden allen,
Die eines guten Willens sind.

Es nahm auf sich der Menschheit Bürde
Und gab des reinen Herzens Glück,
Es gab dem Weibe seine Würde,
Dem Sklaven gab es sie zurück.

O, lasst uns dieses Kindlein preisen,
Das uns versöhnte mit dem Grab,
Das uns das grosse Ziel der Weisen,
Den Frieden und die Wahrheit, gab.

Ihr Mütter, eilt im Geist zur Krippe,
In der das Kindlein Jesu lag,
Und betet nicht bloss mit der Lippe,
Nein, mit dem Herzen betet nach:

"O Jesu, segne mein Bestreben
Für meine Kinder, dass ich sie,
Die Du für Dich mir hast gegeben,
Für Deinen Himmel auch erzieh’!

Lass mich sie lehren, Dir zu dienen,
Steh Du mir auch, Maria, bei,
Damit ein jedes unter ihnen
Dem Kinde Jesu ähnlich sei!"

Heil euch, ihr Mütter, Heil am Tage
Der Rechenschaft, wenn jede dann
Auf ihres Richters ernste Frage
Mit frohem Herzen sagen kann:

"Die Kinder, Herr, die ich geboren,
Ich führte sie zum Heil, zum Glück,
Ich habe keines Dir verloren,
Ich geb’ sie Dir, mein Gott, zurück!"

(Adolf Kolping 1813-1865, deutscher Priester)


Weihnachtsschmuck in lila

© Bild Monika Minder, darf für private Zwecke (Karten, Mails) gratis verwendet werden.

Bild-Text:

Mir klingt ein Lied aus Ohren
Uralter Zaubernacht:
Es ward das Licht geboren!
Es schwand die längste Nacht.

(Ernst Rauscher 1834-1919, österr. Schriftsteller)

Weihnachtsidylle

Aus Rauhreif ragt ein Gartenhaus,
das schaut so schmuck, so freundlich aus.
Am blanken Giebel schmiegt sich hold
der Wintersonne Abendgold.
Eiszapfen, Scheiben in rotem Glanz,
die Fenster umrahmt von Waldmooskranz.
Blattgrün, Gelbkrokus, ein rosiger Bube
lächeln aus frühlingswarmer Stube.
Kanarienvogel schmettert so hell;
Kinderlachen und Hundegebell.
Klein Hansemann und Ami spielen
Wolfsjagd, sie balgen sich auf den Dielen.
Die Mutter ging holen den Weihnachtsmann,
der klopft an die Türe brummend an.
Und sieh! Vermummt, ein bärtiger Greis.
Ein Sack voll Nüsse, ein Tannenreis.
"Seid ihr auch artig?" - Stumm nicken die Kleinen
und reichen die Patschhand; eins möchte weinen.
Da prasseln die Nüsse, das gibt ein Haschen!
Der süsse Hagel füllt die Taschen - -
Fort ist der Mann. Mit Lampenschein
tritt nun die liebe Mutter herein.
Gejubel: "Der Weihnachtsmann war da!
O, Nüsse hat er gebracht, Mama!"
Den grossen Tisch umringt ein Schwatzen,
Schalenknacken, behaglich Schmatzen.
Die Mutter klatscht in die Hände und zieht
die Spieluhr auf: "Nun singt ein Lied!"
"Ihr Kinderlein kommet, o kommet doch all,
zur Krippe her kommet in Bethlehems Stall!"
Fromm tönt’s in die frostige Nacht hinaus.
Ein Stern steht selig über dem Haus. -

(Bruno Wille 1860-1928, deutscher Prediger, Schriftsteller, Journalist)


Weihnachtsschmuck in violett

© Bild Monika Minder, darf für private Zwecke (Karten, Mails) gratis verwendet werden.


Bild-Text:

Geht so mit den Menschen um, wie ihr selbst
behandelt werden möchtet. Denn darin besteht
das ganze Gesetz und die Propheten.

(Matthäus 7.12)

Das Wunder der heiligen Nacht

Weihnachten ist das grosse Wunder
der vergebenden Gnade Gottes
den verlorenen Leuten bietet er ewiges Leben.
Das ist das Wunder der Heiligen Weihnacht,
dass ein hilfloses Kind unser aller Helfer wird.
Das ist das Wunder der Heiligen Nacht,
dass in die Dunkelheit der Erde die helle Sonne scheint.
Das ist das Wunder der Heiligen Nacht,
dass traurige Leute ganz fröhlich werden können.
Das ist das Wunder der Heiligen Nacht:
Das Kind nimmt unser Leben in seine Hände,
um es niemals wieder loszulassen.

(Friedrich von Bodelschwingh 1831-1910, deutscher Pastor, Theologe)

Du stets noch Anfang uns und End und Mitte

Auf deine Bahn hienieden · Herr der Wende ·
Dringt unser Preis hinan zu deinem Sterne.
Damals lag weites Dunkel überm Land
Der Tempel wankte und des Innern Flamme
Schlug nicht mehr hoch uns noch von andrem Fiebern
Erschlafft als dem der Väter: nach der Heitren
Der Starken Leichten unerreichten thronen
Wo bestes Blut uns sog die Sucht der Ferne ...
Da kamst du Spross aus unsrem eignen Stamm
Schön wie kein Bild und greifbar wie kein Traum
Im nackten Glanz des Gottes uns entgegen:
Da troff Erfüllung aus geweihten Händen
Da ward es Licht und alles Sehnen schwieg.

(Stefan George 1868-1933, deutscher Lyriker)


Strasse mit Schnee

© Bild Monika Minder, darf für private Zwecke (Karten, Mails) gratis verwendet werden.


Bild-Text:

Du wirst umso mehr etwas sein, je weniger du in allem sein willst..

(Johannes vom Kreuz 1542-1591)

Liebesgedichte Weihnachtsgedichte

Wandr' ich in der stillen Nacht

Wandr' ich in der stillen Nacht alleine,
Durch den Nebel blitzt der Steinweg fern -
Redet Stern zum Stern im hellen Scheine,
Und die Wildniss lauscht dem Wort des Herrn.

Golden schimmernd, hinterm Felsenhange,
Dehnt des Himmels Blau sich endlos weit -
Was ist mir die Brust so schwer, so bange?
Hoff' ich Etwas - thut mir Etwas leid?

Nein! mich lockt nicht mehr der Hoffnung Schimmer,
Und Vergangenes thut mir nicht leid -
Doch ich möchte schlafen gehn auf immer,
Freiheit such' ich und Vergessenheit!

Aber nicht den kalten Schlaf der Truhe,
Nicht die Freiheit, die uns todt begräbt;
Ruhe möcht' ich - doch lebend'ge Ruhe,
Drin noch athmend meine Brust sich hebt.

Unter immergrüner Eichen Fächeln
Möcht' ich ruhen all mein Leben lang -
Vor mir schöner Augen Liebeslächeln,
Und in Schlaf gelullt von Liebessang.

(Michael Lermontow 1814-1841, russischer Dichter)

in der Übersetzung von Friedrich Bodenstedt 1819-1892.

An eine Blume

Du liebliches Erinn'rungszeichen,
O Blümelein, was willst du hier?
Du, Gunst noch werbend im Erbleichen!
Sag' an, wer sendet dich zu mir?

Gar weiten Weg bist du gekommen,
Vom stummen Siegel wohl verwahrt.
Hat dir wohl etwas offenbart
Die Hand, die dich vom Strauch genommen?

Bist du zum Welken nur entsprossen
Wie deiner Schwestern grosse Zahl?
Erblüht dein Kelch wohl noch einmal,
Und hält er Sinniges umschlossen?

Ich seh' in deiner Blüte Weiss
Die Unschuld glückversagend blinken,
Doch seh' ich scheu die Hoffnung winken
Aus deinem grünen Blätterkreis.

Bist du ein Sendling? Gieb dich freier!
Vertrau'! Ich weiss zu schweigen auch.
Ist deine Sprache dieser Hauch?
Ist dieses Grün vielleicht ein Schleier?

Wenn ich's erriet, so raun' mir's zu,
Du Botin, du geheimnisvolle!
Wenn nicht, - an meinem Herzen ruh'
Und wahre deine stumme Rolle!

Ich kenne wohl die kleine Hand,
An Launen reich und reich an Gnaden,
Die deinen bleichen Kelch umwand
Mit silberfeinem Seidenfaden.

O diese Hand! Wer fände schnell
Nur eine zweite, ihr vergleichbar?
Und gälte Venus als Modell,
Kaum einem Phidias wär's erreichbar.

Die Hand, geschickt zu tausend Dingen,
Ist schön und edel, weiss und weich.
Wer einst versteht, sie zu erringen,
Den macht sie glücklich, macht sie reich.

Doch sie ist klug und streng in Pflichten!
Mir sei genug, was ich erfuhr.
Sie soll uns nicht im Zorne richten:
Still, Blümchen! Lass mich träumen nur.

(Alfred de Musset 1810-1857, französischer Schriftsteller)

Übersetzt von Sigmar Mehring 1856-1915.

Morgen kommt der Weihnachtsmann

Morgen kommt der Weihnachtsmann,
Kommt mit seinen Gaben.
Trommel, Pfeifen und Gewehr,
Fahn' und Säbel, und noch mehr,
Ja, ein ganzes Kriegsheer
Möcht' ich gerne haben!

Bring' uns, lieber Weihnachtsmann,
Bring' auch morgen, bringe
Musketier und Grenadier,
Zottelbär und Pantherthier,
Ross und Esel, Schaf und Stier,
Lauter schöne Dinge!

Doch du weisst ja unsern Wunsch,
Kennst ja unsre Herzen.
Kinder, Vater und Mama,
Auch sogar der Grosspapa,
Alle, alle sind wir da,
Warten dein mit Schmerzen.

(A.H. Hoffmann von Fallersleben 1798-1874, deutscher Dichter)

Die Glocken

Ich hörte euer sonder Geläute
Es weckte in mir eine sondere Freude
Es schienen darin bekannte Stimmen
Wunderbar ineinander zu schwimmen.

Als ich schwach war da liess euer Klingen
Vor Reue des Herzens Saiten zerspringen
Und alle Stärke es von mir trug
In der Frage: klingt Wahrheit ihr oder Trug?

Nun fürcht ich euren Schall nicht mehr ..
Nur weiter nur weiter! es regt mich nicht sehr.
Ich höre nichts aus euren Tönen
Als hoffen vergessen versöhnen.

(Stefan George 1868-1933, deutscher Lyriker)

Wenn keiner mehr an Wunder glaubt

Wenn keiner mehr an Wunder glaubt,
dann wird's auch keins mehr geben.
Denn wer der Hoffnung sich beraubt,
dem fehlt das Licht zum Leben.

Wenn keiner mehr darauf vertraut,
dass Wunder noch geschehen,
wie soll der Mensch in seiner Haut
sein Leiden überstehen?

Wenn keiner mehr an Wunder glaubt,
musst du's allein riskieren:
Im Baum des Lebens, grün belaubt,
sind täglich Wunder aufzuspüren.

(Elli Michler 1923, deutsche Lyrikerin)

aus: Hoffnung © Don Bosco Verlag, München 2006. Hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Don Bosco Verlages.

Der Weihnachtsbaum

Von allen den Bäumen jung und alt,
Von allen den Bäumen gross und klein,
Von allen in unserm ganzen Wald,
Was mag doch der allerschönste sein?
Der schönste von allen weit und breit
Das ist doch allein, wer zweifelt dran?
Der Baum, der da grünet allezeit,
Den heute mir bringt der Weihnachtsmann. -

Wenn Alles schon schläft in stiller Nacht,
Dann holet er ihn bei Sternenschein
Und schlüpfet, eh' einer sich's gedacht,
Gar heimlich damit ins Haus hinein.
Dann schmückt er mit Lichtern jeden Zweig,
Hängt Kuchen und Nüss' und Äpfel dran:
So macht er uns Alle freudenreich,
Der liebe, der gute Weihnachtsmann.

(A.H. Hoffmann von Fallersleben 1798-1874, deutscher Dichter)

Weihnachtslied

Mir klingt ein Lied in Ohren
Aus uralt heil'ger Nacht:
Ein Kindlein ward geboren,
Das hat uns Heil gebracht!

Trüb durch den Nebel flimmern
Die Sterne allzumal -
Doch hell und heller schimmern
Die Lichter d'rin im Saal.

Da quillt und wogt entgegen -
- Wenn silbern die Glocke ruft -
Wie aus des Wald's Gehegen
Lebendig warmer Duft.

Da grünt zu holdem Troste
Des Lebens Unterpfand -
Ob auch im Todesfroste
Erstarrt das ganze Land.

Da wandelt ein Beglücken
Von Hand zu Hand, da sprüht
Ein strahlendes Entzücken
Im Auge und Gemüt!

Ja! dem Beglückungstriebe,
O schöne Weihnachtszeit,
Hat dich die ew'ge Liebe
Zu allererst geweiht!

Mir klingt ein Lied in Ohren
Uralter Zaubermacht:
Es ward das Licht geboren!
Es schwand die längste Nacht!

(Ernst Rauscher 1834-1919, österreichischer Schriftsteller)

Weihnachten

Zwar ist das Jahr an Festen reich,
Doch ist kein Fest dem Feste gleich,
Worauf wir Kinder Jahr aus Jahr ein
Stets harren in süsser Lust und Pein.

O schöne, herrliche Weihnachtszeit,
Was bringst du Lust und Fröhlichkeit!
Wenn der heilige Christ in jedem Haus
Teilt seine lieben Gaben aus.

Und ist das Häuschen noch so klein,
So kommt der heilige Christ hinein,
Und Alle sind ihm lieb wie die Seinen,
Die Armen und Reichen, die Grossen und Kleinen.

Der heilige Christ an Alle denkt,
Ein Jedes wird von ihm beschenkt.
Drum lasst uns freu'n und dankbar sein!
Er denkt auch unser, mein und dein.

(A.H. Hoffmann von Fallersleben 1798-1874, deutscher Dichter)

Zu Weihnachten

So kommst du in mein altgewordnes Leben,
Kommst wieder, Weihnacht, selig Kinderfest,
Willst mir den ersten Traum noch einmal geben,
Hältst lächelnd noch das Kind im Manne fest!

Wenn’s Frühling wird, halt ich mein Weib im Arm
Und feire Auferstehungsfest hinieden.
An ihrem jungen Herzen treu und warm
Hat mir der Herr ein Frühlingsfest beschieden.

Jetzt geht er um mit stiller Geistesmacht,
Und horcht und klopft und lauscht nach seinen Lieben.
Er flüstert in der dunklen Winternacht:
Ihr alten Kinder, seid ihr wach geblieben?

Will sich der Lenz an meines Weibes Herzen
Dem alten Menschen fröhlich jung erneu’n:
Oh, lasst mich auch für herbe Winterschmerzen,
Lasst mich ein Kind mit meinen Kindern sein!

(Gustav Kühne 1806-1888, deutscher Schirftsteller)

Weihnacht

Wie bewegt mich wundersam
Euer Hall, ihr Weihnachtsglocken,
Die ihr kündet mit Frohlocken,
Dass zur Welt die Gnade kam.

Überm Hause schien der Stern,
Und in Lilien stand die Krippe,
Wo der Engel reine Lippe
Hosianna sang dem Herrn.

Herz, und was geschah vordem,
Dir zum Heil erneut sich's heute:
Dies gedämpfte Festgeläute
Ruft auch dich nach Bethlehem.

Mit den Hirten darfst du ziehn,
Mit den Königen aus Osten
Und in ihrer Schar getrosten
Muts vor deinem Heiland knien.

Hast du Gold nicht und Rubin,
Weihrauch nicht und Myrrhenblüte:
Schütt' aus innerstem Gemüte
Deine Sehnsucht vor ihm hin!

Sieh, die Händchen zart und lind
Streckt er aus, zum Born der Gnaden,
Die da Kinder sind, zu laden,
Komm! Und sei auch du ein Kind!

(Emanuel Geibel 1815-1884, deutscher Lyriker)

Weihnachten

Liebeläutend zieht durch Kerzenhelle,
Mild, wie Wälderduft, die Weihnachtszeit.
Und ein schlichtes Glück streut auf die Schwelle
Schöne Blumen der Vergangenheit.

Hand schmiegt sich an Hand im engen Kreise,
Und das alte Lied von Gott und Christ
Bebt durch Seelen und verkündet leise,
Dass die kleinste Welt die grösste ist.

(Joachim Ringelnatz 1883-1934, deutscher Schriftsteller)

Die Nacht vor dem Heiligen Abend

Die Nacht vor dem Heiligen Abend,
Da liegen die Kinder im Traum;
Sie träumen von schönen Sachen
Und von dem Weihnachtsbaum.

Und während sie schlafen und träumen,
Wird es am Himmel klar,
Und durch den Himmel fliegen,
Drei Engel wunderbar.

Sie tragen ein holdes Kindlein,
Das ist der Heilge Christ;
Er ist so fromm und freundlich,
Wie keins auf Erden ist.

Und wie es druch den Himmel
Still über die Häuser fliegt,
Schaut es in jedes Bettchen,
Wo nur ein Kindlein liegt.

Und freut sich über alle,
Die fromm und freundlich sind;
Denn solche liebt von Herzen,
Das liebe Himmelskind.

Wird sie auch reich bedenken
Mit Lust aufs allerbest,
Und wird es schön beschenken
Zum lieben Weihnachtsfest.

Heut schlafen schon die Kinder
Und sehn es nur im Traum,
Doch morgen tanzen und springen
Sie um den Weihnachtsbaum.

(Robert Reinick 1805-1934, deutscher Maler und Dichter)

Christbaumfeier

Piano, Geige: Hupf mein Mädel (forte),
Im Christbaum zucken gelblich ein paar Lichter,
Und an die Rampe tritt Kommis und Dichter
Und stottert stockend tannendufte Worte.
Man trampelt: "Bravo, Bravo" mit den Füssen
Und prostet mit den Krügen nach dem Helden,
Indem sich schon zwei weisse Fräuleins melden,
Mit "Stille Nacht" die Menge zu begrüssen.
Man säuft, man schreit, man giert und man verlost
Die Lebenslust - Rosa, unwiderstehlich,
Bringt lächelnd ihrem Buben bei (allmählich),
Dass er mich Papa ruft. - Na danke. Prost.

(Klabund /Alfred Henschke 1890-1928, deutscher Schriftsteller)

Weihnachten

Markt und Strassen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus ins freie Feld,
Hehres Glänzen, heilges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schees Einsamkeit
Steigt's wie wunderbares Singen -
O du gnadenreiche Zeit!

(Joseph von Eichendorff 1788-1857, Lyriker und Schriftsteller)

Es treibt der Wind im Winterwalde

Es treibt der Wind im Winterwalde
Die Flockenherde wie ein Hirt,
Und manche Tanne ahnt, wie balde
Sie fromm und lichterheilig wird.
Sie lauscht hinaus. Den weissen Wegen
Streckt sie die Zweige hin bereit
Und wehrt dem Wind und wächst entgegen
Der einen Nacht der Herrlichkeit.

(Rainer Maria Rilke 1875-1926, deutscher Lyriker)

Mehr Besinnliches auf folgenden Seiten:

Kurze Weihnachtsgedichte
Weihnachtsgrüsse geschäftlich
Neujahrsgedichte





Weihnachtsverse
Besinnliche Verse, Sprüche und Gedichte für die Advents-,
Weihnachts- und Neujahrszeit.

Weisheiten Zitate Weihnachten
Tiefgründige Lebensweisheiten für viele Gelegenheiten..

Winter- und Liebesgedichte
Wärmende Poesie für die kalte Jahreszeit. Gedichte der Liebe
für Weihnachten oder einfach so.

Geschenk- und Bücher-Tipps

Jeder Mensch hat seinen Stern:
Der spirituelle Adventskalender







Weihnachtsgedichte und Weihnachtslieder
für Kinder







365 Tage innere Stärke










Weitere Weihnachtsgedichte und Sprüche
_____________________________________________________



Adventsgedichte kurze Moderne Weihnachtsgedichte
Weihnachtssprüche Weihnachtswünsche
Weihnachtsgrüsse geschäftlich Weihnachtzitate
Weihnachtsgeschichten Nikolausgedichte Liebe
Silvestergedichte Silvestersprüche Sprüche
Neujahrsgedichte Neujahrssprüche Leben
Neujahrswünsche Wintergedichte
Lustige Weihnachtsgedichte
Sprüche Hoffnung
zum Nachdenken




nach oben