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Wintergedichte

WINTERGEDICHTE

- an einem Wintermorgen
- Dezemberlied
- Hoffnung
- Lob des Winters
- verschlossen und dunkel



Weihnachtsgedichte 2




Wintergedichte - Winter Gedichte - Wintergedicht

Sie erhalten hier schöne stimmungsvolle Wintergedichte

Schnee, zärtliches Grüssen der Engel, schwebe, sinke -
breit alles in Schweigen ...



Wintergedicht

Erster Schnee


Flocken, weisser Schnee,
den ich von oben herunterfallen seh.
Leise, sanft wie Watte
verteilt er sich auf grünen Matten.
Ein weisses Kleid, das alles jetzt erfüllt,
der kleinste Ast wird liebevoll verhüllt.

(© Monika Minder)


Bitte Zitierrechte beachten!




Wintergedicht

Schnee


Schnee, zärtliches Grüssen
der Engel,
schwebe, sinke -
breit alles in Schweigen
und Vergessenheit!
Gibt es noch Böses,
wo Schnee liegt?
Verhüllt, verfernt er nicht
alles zu Nahe und Harte
mit seiner beschwichtigenden
Weichheit, und dämpft selbst
die Schritte des Lautesten
in leise?
Schnee, zärtliches Grüssen
der Engel,
den Menschen, den Tieren! -
Weisseste Feier
der Abgeschiedenheit.

(Franzisca Stoecklin 1894-1931, schweizer Dichterin)




Wintergedicht kurz

Es ist kalt geworden


Es ist kalt geworden und spät.
Das Licht scheidet früh.
Nebel weidet über dem Schnee.
Der Winter blüht.

(© Monika Minder)




Wintergedicht für Kinder

Es war einmal ein Schneemann


Es war einmal ein Schneemann
Der hatte einen schwarzen Hut an
Eine lustige Nase vorne im Gesicht
Die leuchtete ganz hell im Abendlicht.

Der Schneemann wohnte neben einem Haus
Er hatte einen dicken Bauch
Zwei Arme ragten seitlich aus
Das hiess, er war heut' sehr gut drauf.

Es war nämlich eisig kaltes Wetter
Das mochte der Schneemann gerne.
Es ginge ihm bedeutend schlechter
Wäre es viel wärmer.

Deshalb liebte der Schneemann den Winter
Und besonders Weihnachten.
Dann hängten die Kinder
Ihm Lämpchen an und bunte Sachen.

Manchmal tanzten sie um ihn herum
Und sangen schöne Lieder.
Der Schneemann blieb ganz stumm
aber er freute sich darüber.

Das waren die glücklichsten Momente
In seinem Schneemann-Leben.
Weihnachten war leider viel zu selten
Bald musste er wieder sterben.

(© Monika Minder)

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Wintergedicht

Winternacht


Verschneit liegt rings die ganze Welt,
Ich hab’ nichts, was mich freuet,
Verlassen steht der Baum im Feld,
Hat längst sein Laub verstreuet.

Der Wind nur geht bei stiller Nacht
Und rüttelt an dem Baume,
Da rührt er seinen Wipfel sacht
Und redet wie im Traume.
Er träumt von künft'ger Frühlingszeit,

Von Grün und Quellenrauschen,
Wo er im neuen Blütenkleid
Zu Gottes Lob wird rauschen.

(Josef von Eichendorff 1788-1857, deutscher Schriftsteller)




Kurzes Wintergedicht

Flocken tanzen leis vom Himmel


Flocken tanzen leis vom Himmel.
Schritte quitschen froh im Schnee.
Die Kinder freuen sich wie immer,
an diesem weissen Zaubermeer.

(© Monika Minder)







Wintergedicht

Winters Einzug


Nun zieht mit seiner ganzen Macht
Herr Winter wieder ein.
Vergangen ist der Fluren Pracht,
Erbleicht der Sonne Schein.

Weh uns! Schon naht der kalte Mann
Mit seinem weissen Bart!
Wer Arm' und Beine rühren kann,
Kommt, hemmet seine Fahrt! -

Schliesst Tür' und Tor und Fenster zu,
Und lasst ihn nicht herein,
Dass er uns nichts zu Leide tu'!
Es friert ja Gross und Klein.

Gewaffnet ist der Kinder Schar,
Die ihm entgegentritt.
Was hilft's? Er kommt wie alle Jahr,
Bringt Schnee und Eis uns mit.

Bringt eine lange, lange Nacht
Und einen kurzen Tag.
Des Schneegestöbers Flockenjagd
Und noch so manche Plag'.

Doch kennt er viele Freuden auch,
Bringt neuer Märchen Traum,
Und hat - es ist sein alter Brauch,
Bei sich den Weihnachtsbaum.

Eisblumen malt ans Fenster er
In weissem Blütenkranz,
Die freuten uns noch immer sehr
Mit ihrem Zauberglanz.

Schneemänner gar und Blindemaus
Und Schattenspiel bei Licht:
Das bringt der Winter auch in's Haus;
Drum schmäht den Alten nicht!

Herein, herein denn, Wintermann!
Komm setz dich zum Kamin!
Wärm deine kalten Hände dran
Und auf ein Märchen sinn! -

Erzähl es dann - wir hören zu,
Wir haben sorgsam acht,
Und ist es aus, gehn wir zur Ruh'
Und wünschen gute Nacht.

(Franz von Pocci 1807-1876, deutscher Schriftsteller, Zeichner)




Wintergedicht

Mitternacht


Mitternacht, die Uhr schlägt
Alles schweigt
Nur Schnee fällt
Und die weisse Decke steigt.

Ständig beginnt die Nacht
Wo du weilst
Gib acht
Dass dich der Winter nicht vereist.

(© Monika Minder)




Bekanntes Wintergedicht

Winter ade


Winter, ade!
Scheiden tut weh.
Aber dein Scheiden macht,
Dass jetzt mein Herze lacht.
Winter, ade!
Scheiden tut weh.
Winter, ade!
Scheiden tut weh.
Gerne vergess' ich dein,
Kannst immer ferne sein.
Winter, ade!
Scheiden tut weh.
Winter, ade!
Scheiden tut weh.
Gehst du nicht bald nach Haus,
Lacht dich der Kuckuck aus.
Winter, ade!
Scheiden tut weh.

(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben 1798-1874,
deutscher Lyriker; aus: Kinderlieder)




Kurzes Wintergedicht

Schnee hat sich auf den Dezember gelegt


Schnee hat sich auf den Dezember gelegt
Frost friert ins Herz hinein
Wind fegt
Einmal muss Ruhe sein.

(© Monika Minder)




Wintergedicht

Zu Ende geht ein Wintertag


Zu Ende geht ein Wintertag
So müde. Ich will weitergehen
Leben grinst Verrat.
Liebe sehen, untergehen
Ankommen
Alles ist Ufer
Alles ist Meer
Winter braucht Ruhe
Träum du nur.

(© Monika Minder)




Wintergedicht

Der Schnee


Wann der kalte Schnee zergangen,
Stehst du draussen in der Tür,
Kommt ein Knabe schön gegangen,
Stellt sich freundlich da zu dir,
Lobet deine frischen Wangen,
Dunkle Locken, Augen licht,
Wann der kalte Schnee zergangen,
Glaub dem falschen Herzen nicht!

Wann die lauen Lüfte wehen,
Scheint die Sonne lieblich warm:
Wirst du wohl spazieren gehen,
Und er führet dich am Arm,
Tränen dir im Auge stehen,
Denn so schön klingt, was er spricht,
Wann die lauen Lüfte wehen,
Glaub dem falschen Herzen nicht!

Wann die Lerchen wieder schwirren,
Trittst du draussen vor das Haus,
Doch er mag nicht mit dir irren,
Zog weit in das Land hinaus;
Die Gedanken sich verwirren,
Wie du siehst den Morgen rot –
Wann die Lerchen wieder schwirren,
Armes Kind, ach wärst du tot!

(Josef von Eichendorff 1788-1857, deutscher Schriftsteller)



Kurzes Wintergedicht

Winterwunsch


Flocken taumeln sacht
Tanzen durch die Winternacht.
Die Welt wird leise
Nur der Wind lacht.

Grosses Schweigen
Umhüllt die Zeit
Hoffnungsvolle Geigen
Singen ein Vielleicht ...

(© Monika Minder)


Offizielle Homepage von Monika Minder




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Winterbild

Fotoquelle www.foto-schweiz.com




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