Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.

(Dietrich Bonhoeffer)

Von guten Mächten wunderbar geborgen

Bekanntes Gedicht und Lied von Dietrich Bonhoeffer

Mit der letzten Strophe des Gedichtes von guten Mächten treu und still umgeben, wurde dieses Gedicht berühmt. Es ist eines der wichtigsten und tiefsinnigsten Gedichte überhaupt und wird gerne in der Kurzfassung als Weihnachts- und Neujahrsgedicht genutzt, aber auch für Trauerfälle und Trostkarten.

Die Kurzfassung

Von guten Mächten wunderbar geborgen

Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiß an jedem neuen Tag.

(Dietrich Bonhoeffer, 1906-1945, deutscher lutherischer Theologe)

Letzte Strophe des Gedichtes "Von guten Mächten treu und still umgeben.


Schriftbild mit Gedicht Bonhoeffer

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Das ganze Gedicht im Original

Von guten Mächten treu und still umgeben

Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Noch will das alte unsre Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen
das Heil, für das du uns geschaffen hast.

Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus deiner guten und geliebten Hand.

Doch willst du uns noch einmal Freude schenken
an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann wolln wir des Vergangenen gedenken,
und dann gehört dir unser Leben ganz.

Laß warm und hell die Kerzen heute flammen,
die du in unsre Dunkelheit gebracht,
führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
so laß uns hören jenen vollen Klang
der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
all deiner Kinder hohen Lobgesang.

Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiß an jedem neuen Tag.

(Dietrich Bonhoeffer, 1906-1945, deutscher lutherischer Theologe)

Verfasst Dezember 1944

Zu diesem Gedicht, zu Bonhoeffer

Die Verse von Dietrich Bonhoeffer sind einfach, für alle verständlich geschrieben und doch so tiefsinnig. Sie gehören unbestreitbar zu den kostbarsten Texten.

Die Worte im Gedicht "Von guten Mächten treu und still umgeben", die Bonhoeffer zur letzten Jahreswende, die er noch erlebte, geschrieben hatte, sind vielfältig verwendet worden. Die Kurzfassung findet man auf Trauer-, Trost-, Abschieds- wie auf Weihnachtskarten. Die Verse sind in viele Schulbücher eingezogen, sie sind häufig vertont worden und sicher jedem wachen Geist dieser Generation bekannt.

Das Gedicht erzählt von äusserer Erschütterung, von Hoffnung, Verzichtbereitschaft, Vorsatz, Leidensannahme, und grosser Dankbarkeit.

Dietrich Bonhoeffer wurde am 4. Febr. 1906 in Breslau geboren und am 9. April 1945 ermordet. Am 5. April 1943 wurde Bonhoeffer verhaftet und zwei Jahre später, auf ausdrücklichen Befehl Adolf Hitlers, hingerichtet.

Sein Schicksal bildet den Stoff zu seinem letzten erhaltenen Text, und später zum Lied gewordenen Gedicht "Von guten Mächten treu und still umgeben".

(© Artikel von Monika Minder, 20. Dez. 2018)

Von guten Mächten still und treu getragen Wikipedia

Wissenswertes über dieses bekannte Gedicht und den Verfasser.

Dietrich Bonhoeffer Wikipedia

Über Leben und Wirken, Jugend und Studium, über seine Theologie, den Kirchenkampf und Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Wichtige Informationen zur Person Bonhoeffers.


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